dorothy
Durch den Wind.

„Weißt du, schon als kleines Mädchen warst du schöner und trauriger als die anderen. Und schon als kleines Mädchen haben dich andere Menschen so sehr erschöpft. Weil du sie dir nicht vom Leib halten kannst, weil du ihre Erwartungen mit jedem Atemzug in dich hineinholst und deine Lungen nicht für diesen ganzen Bitterkram gemacht sind. Schon mit vier Jahren hast du mit dem Knie gegen die Tischkante getreten, wieder und wieder, wenn es keiner gesehen hat, weil du deine Ruhe haben wolltest und dich nicht getraut hast, das einfach zu sagen. Nur wenn man dich aus dem Zimmer tragen musste, warst du zufrieden. Du warst in dir ein ganz unabhängiges junges Wesen, aber du hast gedacht, dass du das nicht sein darfst.“

 

Sie schloss die Augen. Sie wollte aussteigen aus diesem Zug und alleine sein, wohin auch immer es sie verschlagen würde. Sie wollte Felix in den Arm nehmen und mit ihm aussteigen. Es war der falsche Zug.

- Durch den Wind, Annika Reich, Seite 116 -

28.4.11 23:40
 


Werbung


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


laura / Website (29.4.11 06:38)
guten mooooooorgen *gähn* ist das ein auszug aus dem buch, dass du gerade liest? ganz liebe grüsse laura


laura (29.4.11 09:28)
ich les gerade "hiobs brüder" von rebecca gable.. da bin ich noch mittendrin . wie gehts dir heute?

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen
Gratis bloggen bei
myblog.de